FEI Driving World Championship Four-in-Hand: Chester Weber glänzt in der Dressur
In Stadion 2 im Allianz Park stand heute für die zweite Hälfte der Vierspännerfahrer die Dressurprüfung auf dem Programm. Im Feinkost Käfer-Preis ging es auch für sie darum, sich in der Einzel- und Teamwertung in Position zu bringen.
Da war sie, die Weber-Faust: Nachdem sein Gespann im starken Trab zur finalen Grußaufstellung marschiert war, konnte Chester Weber seine Emotionen nicht mehr zurückhalten. Der US-Amerikaner wusste, dass ihm eine herausragende Dressur gelungen war. Wie herausragend sie tatsächlich bewertet werden würde, überraschte jedoch selbst den 51-Jährigen. „30? Sicher?“, fragte Weber ungläubig – als brauche er einen Moment, um das soeben Erreichte zu realisieren. „Wow, wow, wow“, sprudelte es aus ihm heraus. Gleich darauf richtete er den Blick auf jene, die maßgeblichen Anteil an seinem Erfolg hatten: „Tolles Team, tolle Pferde!“ Mit 30,40 Strafpunkten erhielt der als Dressurspezialist bekannte Weber, der sein Gespann mit Julius V, Kadora, Amadeus und Nico Teusje C schwungvoll und ausgesprochen harmonisch präsentierte, die beste Bewertung des Tages.
Nur knapp dahinter folgte der Australier Boyd Exell. Der siebenfache Weltmeister, der in Aachen seinen achten Titel anstrebt, zeigte sich mit seiner Bewertung von 31,86 Strafpunkten hochzufrieden. Besonders genoss er die außergewöhnliche Stimmung im Stadion: „Die Atmosphäre ist wirklich großartig. Es war toll zu erleben, wie begeistert uns die Zuschauer zugejubelt haben.“ Hinter dem Belgier Dries Degrieck, der seine Dressur bereits am Vortag absolviert hatte und mit 38,19 Strafpunkten auf dem dritten Platz rangiert, reihte sich Anna Sandmann als beste Deutsche ein. „Der Druck war hoch. Umso glücklicher bin ich, wie es heute für uns gelaufen ist. Ich bin sehr stolz auf meine Pferde“, freute sich die 33-Jährige über ihre Bewertung von 38,32 Strafpunkten.
In der Mannschaftswertung führt vor dem morgigen Marathon im Preis der schwartz Gruppe das Team aus Australien mit 81,17 Strafpunkten, gefolgt von den USA (81,84) und Deutschland (83,10) auf dem dritten Platz.