Ein Kutscher im schwarzen Zylinder lenkt eine vierspännige Kutsche über das Rasenviereck. Zwei Beifahrerinnen in roten Jacken sitzen hinter ihm. Im Hintergrund verfolgen Zuschauer die Fahrt von der Tribüne.
20. August 2026

FEI Driving World Championship Four-in-Hand: Der Overnight-Leader heißt Dries Degrieck

Ein Kutscher im schwarzen Zylinder lenkt eine vierspännige Kutsche über das Rasenviereck. Zwei Beifahrerinnen in roten Jacken sitzen hinter ihm. Im Hintergrund verfolgen Zuschauer die Fahrt von der Tribüne.

Als letzte der sechs Disziplinen fiel heute in Stadion 2 im Allianz Park auch für die Vierspännerfahrer der Startschuss bei diesen Weltmeisterschaften: Im Feinkost Käfer-Preis absolvierte die erste Gruppe der insgesamt 54 Gespanne ihre Dressurprüfung.

„Ich könnte nicht glücklicher sein“, zog Dries Degrieck nach seiner Dressurprüfung eine rundum positive Bilanz. Der 31-jährige Belgier, der Anfang des Jahres das Weltcup-Finale gewonnen hatte, zeigte sich insbesondere mit der Leistung seiner vier Wallache Kompleet VS, Karpos, Lancelot und des erst sechsjährigen Parla Pardoux hochzufrieden. „Vor allem das junge Pferd hat sich hervorragend präsentiert. Das macht mich sehr stolz“, sagte Degrieck. Der Einzel-Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 2025 kam auf 38,19 Strafpunkte und setzte sich damit nach Abschluss der ersten Hälfte des Starterfelds souverän an die Spitze. Mit dieser Leistung unterstrich der aufstrebende Belgier seine aktuelle Topform. Erst Ende Juli hatte er in Rastede die versammelte Weltspitze um den Australier Boyd Exell und den Niederländer Bram Chardon hinter sich lassen.

Auf dem geteilten zweiten Rang liegen nach dem ersten Tag Ijsbrand Chardon aus den Niederlanden und Christoph Sandmann mit jeweils 44,78 Strafpunkten. Der 59-jährige Deutsche gehört zu den Athleten, die bereits bei den FEI World Equestrian Games 2006 in Aachen am Start waren. Damals gewann er Mannschaftsgold und die Bronzemedaille in der Einzelwertung. 20 Jahre später kehrt er in die Soers zurück – diesmal gemeinsam mit seiner Tochter Anna, mit der er für Deutschland in der Mannschaft startet. „Es war immer unser großes Ziel, einmal gemeinsam in einem Team zu fahren. Darauf haben wir lange hingearbeitet“, sagte der Routinier. Morgen wird er seiner Tochter besonders fest die Daumen drücken: Am Nachmittag tritt Anna Sandmann in der Dressur an, die sowohl für die Einzel- als auch für die Teamwertung entscheidend ist.

Belgien führt die Teamwertung an

In der Teamwertung liegt nach der ersten Hälfte des Starterfeldes Belgien mit 92,90 Strafpunkten an der Spitze. Dahinter folgen die Niederlande mit 96,22 und Ungarn mit 115,34 Strafpunkten.

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