Siegerehrung im Stadion: Fünf Männer stehen neben großen „W26 FEI World Championships Aachen“-Tafeln und „schwartz“-Sponsorboards; einer hält die Trophäe, sein Team hält niederländische Flaggen, im Hintergrund sind die Tribünen zu sehen.
22. August 2026

FEI Driving World Championship Four-in-Hand: Koos de Ronde ist der Beste im Marathon

Siegerehrung im Stadion: Fünf Männer stehen neben großen „W26 FEI World Championships Aachen“-Tafeln und „schwartz“-Sponsorboards; einer hält die Trophäe, sein Team hält niederländische Flaggen, im Hintergrund sind die Tribünen zu sehen.

Donnernde Hufschläge, aufspritzendes Wasser, atemberaubende Wendungen und ein Publikum, das jedes Gespann über die Strecke trug: Der Marathon der Vierspänner verwandelte die Geländestrecke Soers im Preis der schwartz Gruppe heute in eine Bühne für Fahrsport auf höchstem Niveau.

Auf der weitläufigen Marathonstrecke wurde eindrucksvoll sichtbar, was den besonderen Reiz dieser Disziplin ausmacht: hohes Tempo, technische Präzision und die perfekte Abstimmung zwischen Fahrer, Grooms und Pferden. In der zweiten Teilprüfung der FEI Driving World Championship Four-in-Hand kämpften die besten Fahrer der Welt um wertvolle Punkte in der Team- und Einzelwertung – und um jede Zehntelsekunde in den acht anspruchsvollen Hinderniskomplexen. 53 Gespanne gingen an den Start und fanden Bedingungen vor, die sportlich alles abverlangten und zugleich eine beeindruckende Kulisse boten. Entlang der Strecke herrschte von der ersten bis zur letzten Fahrt eine außergewöhnliche Atmosphäre. Begeisterter Applaus begleitete die Gespanne durch die Hinderniskomplexe, während die Fahrer nach gelungenen Passagen immer wieder den Kontakt zum Publikum suchten.

Für einen besonderen Publikumsmoment sorgte Boyd Exell. Der siebenfache Weltmeister aus Australien überzeugte mit einer flüssigen und präzisen Fahrt. Sein Gespann bewältigte selbst die engsten Linien mit beeindruckender Selbstverständlichkeit. Immer wieder nahm der 54-Jährige nach dem Passieren der Hindernisse Kontakt zu den Zuschauern auf, hob den Daumen und winkte in die Menge. „Ich habe das Publikum heute richtig genossen. Die Zuschauer haben uns geradezu über die Strecke getragen. Diese Atmosphäre ist etwas ganz Besonderes“, sagte der Routinier, dessen Runde geprägt war von klaren Linien, fließenden Übergängen und millimetergenauer Präzision. Eng an den entscheidenden Toren vorbei, ohne den Rhythmus zu verlieren, fuhr der Australier auf Rang drei des Tages (110,48). Damit ist er seinem großen Ziel ein weiteres Stück nähergekommen: dem achten Weltmeistertitel und dem bislang noch fehlenden WM-Triumph in der Soers.

Am schnellsten bewältigte Koos de Ronde die anspruchsvolle Prüfung. Der Niederländer siegte mit 108,39 Strafpunkten. „Es war fantastisch. Wir waren richtig im Flow, und es hat unglaublich viel Spaß gemacht“, sagte de Ronde nach seiner Siegerfahrt. Seine Worte beschreiben eine Runde, in der Tempo und Präzision eine bemerkenswerte Einheit bildeten. Der 49-Jährige fand durch die Hinderniskomplexe die entscheidenden Linien und hielt sein Gespann auch in den technisch anspruchsvollsten Passagen souverän auf Kurs. Zufrieden zeigte sich auch der belgische Weltcup-Sieger Dries Degrieck, der mit 109,53 Strafpunkten Rang zwei belegte: „Meine Pferde sind hervorragend in Form. Sie haben heute großartig gearbeitet, und ich bin sehr glücklich mit unserer Fahrt.“

Mit dem Marathon ist die zweite Teilprüfung der FEI Driving World Championship Four-in-Hand abgeschlossen. In der Gesamtwertung nach Dressur und Marathon führt Boyd Exell mit 142,34 Strafpunkten vor Dries Degrieck (147,72) und dem US-Amerikaner Chester Weber (149,61). Die Entscheidung um die Einzelmedaillen bleibt damit bis zum letzten Kegel offen – auch in der Teamwertung. Hier geht Australien mit 308,06 Strafpunkten als führende Nation in das Finale. Dahinter folgen die Niederlande mit 310,37 Punkten und Belgien mit 310,82 Punkten. Morgen fällt im Preis der Event Rent GmbH die Entscheidung über Gold, Silber und Bronze.

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