FEI World Championships 2026: „Aachen hat die extrem hohen Erwartungen noch übertroffen“
Mit der emotionalen Abschlussfeier haben die FEI World Championships Aachen 2026 ihren gebührenden Schlusspunkt gefunden. Die Festspiele in sechs Disziplinen haben die Geschichte des Pferdesports um zahlreiche außergewöhnliche Kapitel weitergeschrieben. FEI und ALRV ziehen eine euphorische Bilanz.
13 Tage voller Höhepunkte – sportlich wie atmosphärisch – liegen hinter der Pferdesportwelt. Da bildete auch die Abschlussfeier der FEI World Championships Aachen 2026 keine Ausnahme: Ein Meer aus Fahnen, 59 frischgebackene Team- und Einzelweltmeister, die mit den anderen Medaillengewinnern und weiteren Hunderten Teilnehmern um die Wette strahlten, und natürlich die traditionellen weißen Taschentücher auf den Tribünen im vollbesetzten Hauptstadion krönten eine unvergessliche Zeit in der Soers. Eine halbe Million Zuschauer verfolgten herausragenden Sport in sechs Disziplinen, in denen vor allem die deutsche Mannschaft ihr eigenes Sommermärchen schrieb: Sieben Gold-, fünf Silber- und acht Bronzemedaillen machten das Heimteam zum unangefochtenen Anführer des Medaillenspiegels.
„Es gab außergewöhnliche Leistungen in allen Disziplinen und eine wunderbare Mischung aus etablierten Champions und einer bemerkenswerten neuen Generation von Athleten“, resümierte Ingmar De Vos und ergänzte: „Die starken Leistungen der deutschen Mannschaft und die unglaubliche Unterstützung durch das heimische Publikum haben dieser WM eine weitere ganz besondere Dimension verliehen.“ Der Präsident der FEI (Fédération Equestre Internationale) kam aus dem Schwärmen kaum heraus, als er über das Erlebte der vergangenen knapp zwei Wochen sprach: „Aachen 2026 hat die extrem hohen Erwartungen noch übertroffen.“ Die Kombination aus Weltklasse-Sport, hervorragender Organisation, exzellenten Bedingungen, einem begeisterten Publikum und dem Zusammenspiel der sechs Disziplinen habe ein noch intensiveres Erlebnis geschaffen als erhofft. „Mit Aachen 2026 haben wir eine Blaupause für moderne FEI World Championships vorgelegt und damit bewiesen, dass eine große, multidisziplinäre Meisterschaft auf höchstem Niveau durchgeführt werden kann und gleichzeitig ein fantastisches Erlebnis für Athleten, Pferde, Zuschauer und die breitere Öffentlichkeit schafft.“
Diesem Fazit schloss sich Stefanie Peters, Präsidentin des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins, uneingeschränkt an. Auch sie fand nur lobende Worte für das, was sowohl in der Aachener Soers als auch in der Innenstadt passiert ist: „Ich habe so häufig gehört, dass die Menschen in unserer Region stolz sind, dass diese WM hier bei uns stattgefunden hat. Es gibt eine große Identifikation mit dem Event, weshalb die Gäste aus der ganzen Welt ‚Welcome Home‘ wirklich gespürt haben.“ Es seien so viele Nationalitäten und Kulturen präsent gewesen, sowohl bei den Athleten als auch bei den Zuschauern. „Wir konnten dem Sport eine Bühne geben, die noch größer war als sonst in Aachen.“ Der herzliche Empfang wird auch Ingmar De Vos nach eigener Aussage am meisten in Erinnerung bleiben. „Diese Herzlichkeit, diese Begeisterung und dieses Gefühl der Zugehörigkeit haben den entscheidenden Unterschied gemacht und eine Atmosphäre geschaffen, an die sich Athleten, Teams und Besucher noch lange erinnern werden“, stellte er fest.
Was Stefanie Peters zudem hervorhebt, sind die außergewöhnlichen Leistungen, die die Sportpartner der Athleten im Allianz Park gebracht haben. „Was die Pferde leisten und wie sie für uns und unseren Sport kämpfen, ist ein besonderes Geschenk. Sie sind so sensibel und intelligent, aber gleichzeitig auch so stark und gutmütig – mit ihren Charakteren und im Zusammenspiel mit dem Menschen zeigen sie absolute Höchstleistungen“, betonte die ALRV-Präsidentin. Nicht unerwähnt lassen wollte sie auch die unfassbare Leidenschaft und das Herzblut, mit dem die etwa 1500 Mitarbeiter – viele von ihnen ehrenamtlich – die FEI World Championships gestaltet haben. „Dieses Wir-Gefühl, das die Veranstaltung mit sich bringt und nach außen trägt, gibt es nur in Aachen.“
Erster Meilenstein für LA 2028
Dieses Jahr hatte Aachen zusätzlich eine weitere wichtige Bedeutung: Die FEI World Championships waren ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles. „Hier hat die Qualifikation für die Olympischen und Paralympischen Spiele begonnen. Das verleiht dieser WM eine Bedeutung, die weit über die hier vergebenen Medaillen hinausgeht, und macht die Leistungen der Athleten umso bedeutungsvoller“, ordnete Ingmar De Vos mit Blick auf den nächsten Höhepunkt im Pferdesportkalender ein, bei dem in zwei Jahren erneut Geschichte geschrieben werden wird.